Der Red Dot Award ist einer der renommiertesten Designpreise weltweit. Teilnehmer aus 59 Nationen meldeten 2018 eine Rekordzahl von mehr als 6.300 Innovationen beim Red Dot Award an. Für Katrin de Louw war es eine besonders spannende Aufgabe, erstmals als Jurymitglied im Bereich Produktdesign Teil des Wettbewerbs zu sein. Drei Fragen an die TRENDFILTER-Chefin.

Rüdiger Oberschür: Katrin, Du hast in diesem Jahr zum ersten Mal in der Jury des Red Dot Awards für den Bereich “Materialien und Oberflächen” gesessen. Wie war die Erfahrung für Dich?

Katrin de Louw: Es war toll, in einer so hochkarätigen Jury Mitglied sein zu dürfen. Die Jurymitglieder kamen aus der ganzen Welt angereist, waren alle sehr nett, es war fast eine familiäre Stimmung. Da muss man dem Red-Dot-Team wirklich ein großes Kompliment machen! Die Jurysitzung hat mir dabei ebenfalls den Atem geraubt. Hallenweise waren Produkte ausgestellt, die in den einzelnen Kategorien beurteilt wurden, was wirklich beeindruckend war. Meine Kollegen aus der Kategorie ‘Materialien’ waren Dick Spierenburg und Dr. Sascha Peters mit denen die Diskussion wirklich Spaß gemacht und uns eigentlich immer zum Schluss auf einen gemeinsamen Nenner gebracht hat.

RO: Welchen Stellenwert hat der Award aus Deiner Sicht für die Branche und das nationale wie internationale Produktdesign?

KdL: Der Red Dot ist einer der renommiertesten Designpreise weltweit und gibt seit Jahrzehnten dem Endverbraucher eine gute Orientierung hinsichtlich Design und Qualität des Produktes, prämiert von führenden Experten.

RO: Wie wichtig sind Preise aus Deiner Sicht für Designer, gerade im Bereich Produkt?

KdL: Eigentlich sollte man denken, dass das Internet die Vergleichbarkeit der Produkte stark vereinfacht hat und jeder Verbraucher sich selber detailliert informieren könnte. Aber ein „ausgezeichnetes“ Produkt ist eben schneller als gut zu identifizieren, der Red Dot also ein echter Mehrwert für den Verkauf des Produktes. Und durch die hochkarätige und kritische Jury bleibt es auch ein Adelsschlag für den Designer. Und das konnte man bei der Siegesfeier auch deutlich in den Gesichtern der ausgezeichneten Designer ablesen.

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