Über 100 Besucher kamen im März zum „Kurzen Prozess“, dem neuen Event-Format des servicepoint A30 für Möbelindustrie & Co.

Der „Kurze Prozess“ hat sich etabliert. Das noch junge Veranstaltungsformat des servicepoint A30 für Materialhersteller und Techniker, Betriebsleiter und Entscheider in der Möbelindustrie und Möbelzuliefererindustrie lockte Anfang März über 100 Branchenvertreter ins ostwestfälische Bünde.
Mit „Formaldehyd in der Möbelindustrie“, „Industrie 4.0“ und „Cradle to Cradle“, standen erneut auch technische Themen auf dem Programm des servicepoint A30-Events, bei dem vor allem der Branchendialog in den Vordergrund rücken soll.

„Wir laden zum ‚Kurzen Prozess‘ nicht nur unsere Kunden ein, sondern haben dieses Format für alle Interessenten geöffnet, um technische Themen ganzheitlich beleuchten zu können“, erklärt Katrin de Louw, Initiatorin des Netzwerkes. Das führte auch immer wieder zu spannenden Diskussionen, mit denen das Format auch künftig punkten will.

Neue Themen, neues Logo

Dazu wurde auch der gesamte Marketing-Auftritt angepasst: „Wo bis vor kurzem der Zusatz ‚Das Materialtrendforum‘ unter servicepoint A30 zu lesen war, steht ab sofort ‚Forum.Netzwerk.Innovation‘“, so de Louw.
Auf besonderes Interesse stieß das Thema Formaldehyd: Aus dem Hause HB Fuller referierte zunächst Erich Seger zu den aktuellen Bestimmungen in Deutschland, Europa und den USA. Kollege Dr. Karsten Ruhnau stellte außerdem geschäumte Klebeverfahren als „Moderne Konzepte zur Vermeidung von Formaldehyd“ vor.
„Drei aktuelle Themen in einer kompakten Veranstaltung. Hat Spaß gemacht und war hochinteressant. Weiter so!“, kommentierte Dr.Jens Aßmann, Head of Marketing, Rough-Cut Planning and New Business Development Amino Resins bei BASF SE, seine Eindrücke.

Für den Markt, pro Kreislaufwirtschaft

Im zweiten Themenblock ging es dann im Hinblick auf Industrie 4.0 um „die Vernetze Produktion als Brücke zum zufriedenen Kunden“. Marc Wenzl von Lignum Consulting aus Kupferzell, machte deutlich, dass Unternehmen die Digitalisierung in allen Bereichen gleichmäßig vorantreiben müssen. Dazu hat Lignum Consulting einen Fragebogen entwickelt, der es Unternehmen ermöglicht zu beurteilen, wo sie bereits gut aufgestellt sind und in welchen Bereichen es Nachholbedarf gibt.
Für den letzten Themenblock des Tages hatte servicepoint A30 Tim Janßen gewinnen können, den geschäftsführenden Vorstand von „Cradle to Cradle – Wiege zur Wiege e.V.“ aus Berlin. Nachdem Janßen die Endlichkeit der Rohstoffvorkommen seinem Publikum vor Augen geführt hatte, erläuterte er das Cradle-to-Cradle-Konzept, mit dessen Hilfe der mögliche Kreislauf von Produkten und Werkstoffe verdeutlicht und Müll vermieden werden soll.

Neben nachwachsenden und abbaufähigen Werkstoffen zur Materialauswahl zeigte Janßen auch Möglichkeiten auf, Möbel nach dem Gebrauch wieder dem Hersteller zurückzuführen, um Materialien dort entweder aufzubereiten oder wieder dem Wertstoffkreislauf zuzuführen.
Dabei warnte er gleichzeitig vor gefährlichen Upcycling-Projekten, bei denen Produkte mit giftigen Inhaltsstoffen, wie LKW-Planen oder Autoreifen, als neue Produkte in Wohnungen zu finden sind. Auch sprach er sich gegen eine „Free-From“-Kommunikation aus. Das verteufeln einzelner gesundheitsschädlicher Substanzen habe nicht selten zur Folge, dass diese durch andere giftige Substanzen ersetzt würden. Nur eine klare Definition der Inhaltsstoffe könne nachhaltig Durchblick für Konsumenten verschaffen.

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